Dienstag, 20. Januar 2026

Gedenktag am 27.01.2026

DEN TOTEN ZUR EHRE-DEN LEBENDEN ZUR MAHNUNG

steht auf dem Coswiger Gedenkstein in der Bahnhofstrasse. Gemäß dieser Inschrift finden seit Jahren dort Kranzniederlegungen am 27.Januar statt.Aufgerufen dazu hatte der Stadtrat; die Zivilgesellschaft war zur Teilnahme aufgefordert.

Würdigung der Opfer des deutschen Faschismus in Coswig 2026

Am 27. Januar um 16 Uhr lädt DIE LINKE in Coswig an den Gedenkstein für die Opfer des Faschismus in der Bahnhofstraße ein. 

 Auch an der Gedenktafel an der Leonhard-Frank -Oberschule werden wir ein kurzes Gedenken abhalten.

 


 

Der 27. Jan. 1945 ist der Tag der Befreiung des KZ Auschwitz und seit 1996 gesetzlicher Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Die Vereinten Nationen ernannten ihn 2005 zum internationalen Gedenktag. Dagegen hat Oberbürgermeister Thomas Schubert im Namen der Stadtratsfraktionen zur gleichen Zeit an den Gedenkstein neben der Karrasburg eingeladen. Der Vorsitzende der Fraktion „Bündnis für ein nachhaltiges Coswig“ (BnC) hatte diesem Ort nicht zugestimmt, weil der Gedenkstein an der Karrasburg nur allgemein an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erinnert.
Warum lädt DIE LINKE nun parallel ein?
Weil
dieser Tag in Deutschland den europäischen Juden, den Sinti und Roma, den Millionen verschleppter Slawen, den Zwangsarbeitern, den Homosexuellen, den politischen Gefangenen, den Zeugen Jehovas, den Kranken und Behinderten, kurz allen Opfern des nationalsozialistischen Rassenwahns und Völkermordes und den Millionen Menschen, die durch das Hitlerregime entrechtet, verfolgt, gequält oder ermordet wurden, gewidmet ist. Nur der Gedenkstein an der Bahnhofstraße wurde genau für diese Menschen errichtet.

DIE LINKE ist wegen der Abkehr von der bisher üblichen örtlichen Reihenfolge des Gedenkens empört. Zeitgleich ermittelt der Staatsschutz in Coswig gegen unbekannte Täter, die in der Personenunterführung unseres Bahnhofs verfassungsfeindliche Schmierereien, darunter Hakenkreuze, hinterließen (Sächsische Zeitung berichtete am 10. Januar). 

Wehret den Anfängen! 

GEH_DENKEN!

1 Kommentar:

  1. Das halte ich nicht für ratsam, parallele Veranstaltungen durchzuführen, zumal es doch um gleiche und wichtige Anliegen geht. Ein Kompromiss tut meistens nicht weh, aber öfter gut. Wenn heutzutage ohnehin nur noch wenige Leute zu solchen Veranstaltungen kommen, werden es dann bestenfalls nur jeweils die Hälfte sein...

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